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Arbeitsmarkt im Wandel: Atypische Beschäftigung nach beruflicher Bildung und Geschlecht

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Kernerwerbstätige ohne anerkannten beruflichen Abschluss sind ebenfalls häufig atypisch beschäftigt. Knapp die Hälfte aller Frauen und mehr als ein Viertel der Männer ohne Berufsausbildung gehen einer solchen Beschäftigung nach. Männer, die keine berufliche Qualifikation nachweisen können, sind überproportional häufig auf ein Leiharbeitsverhältnis angewiesen. Die auffällig hohe Quote atypischer Beschäftigung unter den Frauen ohne Berufsausbildung geht allein auf die große Zahl (vor allem geringfügig) Teilzeitbeschäftigter zurück. Teilzeitarbeit erleichtert generell die Verknüpfung familiärer Kinderbetreuung mit einer Berufstätigkeit. Für Mütter mit hoher beruflicher Qualifikation ist eine geringfügige Beschäftigung jedoch mit hohen Opportunitätskosten verbunden, während unqualifizierte Mütter oftmals keine Wahl haben (Buschner 2018). Mit der befristeten Beschäftigung gibt es jedoch auch eine Erwerbsform, von der einerseits Kernerwerbstätige ohne Berufsausbildung und anderseits solche mit einem Hochschulabschluss überproportional betroffen sind. Letzteres spiegelt die große Verbreitung befristeter Beschäftigung an den Hochschulen (Sperber/Walwei 2017, S.23) .

Literatur

Buschner, A. (2018): Bildungsspezifische Ungleichheiten bei geringfügig Beschäftigten Müttern, in: Wirtschaft und Statistik 2018 (6), S. 61–74

Sperber, C./Walwei, U. (2017): Treiber des Erwerbsformenwandels, in: WSI Mitteilungen 70 (1), S. 16–26

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