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: WSI/LIA.nrw Arbeitsschutzkonferenz

Veranstalter: WSI in der Hans-Böckler-Stiftung, Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
Ort: Düsseldorf, Jugendherberge Düsseldorf
vom: 16.10.2017, 11:00 Uhr
bis: 16.10.2017, 17:00 Uhr

Auf Einladung des WSI und des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung NRW diskutierten Expert/innen am 16. Oktober 2017 über Handlungsbedarfe im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Während in etlichen mitbestimmten Mittel- und Großbetrieben betriebliche Gesundheitsförderung auf der Tagesordnung steht, ist die Einhaltung von Sicherheits- und Gesundheitsstandards in betriebsratslosen Kleinbetrieben und insbesondere für ausländische Beschäftigte nicht selten prekär.

Die Tagung beschäftigte sich mit dem deutschen Arbeits- und Gesundheitsschutzsystem, das vor mehreren Herausforderungen steht: einem Wandel der Arbeitsbelastungen, einer fragmentierten Aufsichtsstruktur, einer unzureichenden Personalausstattung und Qualifizierung in den Arbeitsaufsichtsbehörden sowie innerbetrieblich einem Rückgang der Betriebsrätedichte und damit der arbeitnehmerseitigen Aufsichtsinstanz.

Auf der Suche nach neuen Handlungsansätzen skizzierte Dr. Nadine Absenger, Leiterin der DGB-Rechtsabteilung, juristischen Handlungsbedarf. Daneben stellte Dr. Wiebke Warneck, Juristin beim Europäischen Gewerkschaftsbund, Überlegungen zu der von Jean Claude Juncker geplanten Europäischen Arbeitsbehörde (European Labour Authority) vor, über die bestimmte übergeordnete Aufsichtsfunktionen wahrgenommen werden sollen. Anschließend präsentierte Prof. David Walters von der Universität Cardiff Ergebnisse einer europäischen Studie, die deutlich machen, dass mehr Mitsprache und Mitbestimmung zu einem erfolgreicheren Arbeits- und Gesundheitsschutz führen können. Deutschland solle darüber nachdenken, so die Empfehlung, neben den Betriebsräten auch die Position von gewählten Arbeitnehmervertreter/innen für Sicherheit und Gesundheit ins Gesetz einzuführen. Das Podium mit dem Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit der Länder (BASI), Bruno Zwingmann, Prof. Ralf Pieper (Universität Wuppertal) und dem Experten Silvester Siegmann (Universität Düsseldorf) diskutierten kontrovers die Möglichkeit, das SGB VII und die Position des Sicherheitsbeauftragten entsprechend zu ändern.

Kontakt:
Eva Jacobs

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