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WSI-Arbeitskampfbilanz 2017 Policy Brief

Deutlicher Rückgang der Ausfalltage trotz anhaltend vieler Konflikte: WSI-Arbeitskampfbilanz 2017

2017 sind in Deutschland aufgrund von Arbeitskämpfen ca. 238.000 Arbeitstage ausgefallen. Damit hat sich das Arbeitskampfvolumen gegenüber dem Jahr 2016, als das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) rund 462.000 Ausfalltage verzeichnete, beinahe halbiert. Die Zahl der Streikteilnehmerinnen und -teilnehmer ging im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr von rund einer Million auf 131.000 zurück. Schon jetzt steht allerdings fest, dass wegen der sehr breiten Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie im Januar und Februar diesen Jahres sowohl Streikvolumen wie Streikbeteiligung 2018 wieder erheblich höher ausfallen werden. Die Zahl der Arbeitskämpfe selbst blieb 2017 nahezu unverändert. Im Verlauf des Jahres registrierte das WSI rund 195 Tarifauseinandersetzungen mit jeweils mindestens einer Arbeitsniederlegung - fünf weniger als im Jahr davor. Der überwiegende Teil der Arbeitskämpfe betrifft wie in den Vorjahren Auseinandersetzungen um Haus- und Firmentarifverträge. Schwerpunkt war wie in den Vorjahren der Dienstleistungssektor. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland in Bezug auf das durchschnittliche Arbeitskampfvolumen der letzten 10 Jahre im unteren Mittelfeld.

Quelle

Dribbusch, Heiner: WSI-Arbeitskampfbilanz 2017
WSI Policy Brief , Düsseldorf , 23 Seiten

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