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WSI Verteilungsmonitor: NOMINALE BRUTTOMONATSVERDIENSTE IN OST- UND WESTDEUTSCHLAND, 2005-2018

 
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Die nominalen Bruttomonatsverdienste in Deutschland sind seit dem Jahr 2005 kontinuierlich gestiegen. Sie haben sich von 2.901 Euro im Jahr 2005 auf 3.880 Euro im Jahr 2018 erhöht. Die Differenz zwischen Ost- und Westdeutschland ist nach wie vor groß, trotzdem sich die monatlichen Bruttoverdienste auch in Ost­deutschland durchgehend positiv entwickelt haben. Eine Tendenz der Anglei­chung ist bisher nicht zu erkennen. Lagen die Bruttomonatsverdienste in West­deutschland 2005 um durchschnittlich 770 Euro über denen in Ostdeutschland, fiel die Differenz im Jahr 2018 mit 844 Euro sogar noch deutlicher aus.

Im Durchschnitt stiegen die nominalen monatlichen Bruttoverdienste seit 2005 in Westdeutschland um 76 Euro, in Ostdeutschland um 70 Euro. Somit haben die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste in West­deutschland etwas großzügiger zugelegt als in Ostdeutschland, mit zwei Aus­nahmen: Zum einen war im Jahr 2009 in Westdeutschland – als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise – ein kleiner Knick im Anstieg festzustellen, für Ostdeutschland jedoch nicht. Die ostdeutschen Bruttomonatsverdienste hatten sich trotz der Krise weiter erhöht. Zum anderen ist der Anstieg von 2015 im Vergleich zum Vorjahr in Ostdeutschland mit 126 Euro deutlich größer ausge­fallen als in Westdeutschland, wo sich die nominalen Bruttomonatsverdienste um 74 Euro erhöht hatten. Auch 2017 war das monatliche Bruttoeinkommen im Vergleich zum Vorjahr in Ostdeutschland mit 75 Euro stärker angestiegen als in Westdeutschland, wo 66 Euro mehr zu verzeichnen waren. Vergleicht man die Jahre 2017 und 2018 dreht sich der Trend wieder um. Das monatliche Bruttoeinkommen stieg in diesem Jahr in Westdeutschland um 109 Euro und in Ostdeutschland nur um 101 Euro.


Weitere Erläuterungen

Bruttoverdienst: Der Bruttoverdienst umfasst den regelmäßig gezahlten steuerpflichtigen Arbeitslohn sowie Sonderzahlungen und steuerfreie Zuschläge z.B. für Nacht- und Schichtarbeit. Er wird oft als durchschnittlicher Bruttomonats- oder Bruttostundenverdienst ausgewiesen.

Quellen

Statistisches Bundesamt

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