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WSI Verteilungsmonitor: Reale Bruttomonatsverdienste von Frauen und Männern in Euro (2005-2018)

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Die realen Bruttomonatsverdienste sind in Deutschland seit dem Jahr 2005 leicht, aber kontinuierlich gestiegen: Gemessen in Preisen von 2015 haben sie sich von 3.365 Euro im Jahr 2005 auf 3.738 Euro im Jahr 2018 erhöht. Dabei ist das Niveau im Vergleich zum Vorjahr gestiegen: Im Durchschnitt haben sich die realen Bruttomonatsverdienste um 40,50 Euro erhöht. Während sich der Betrag bei Frauen um 41 Euro erhöht hat, lag er für die Männer um 40 Euro höher.

Die Unterschiede in den durchschnittlichen Bruttomonatsverdiensten von Frauen und Männern – der sogenannte Gender Pay Gap – bestehen aber auch im Jahr 2018 fort: In diesem Jahr beläuft sich die inflationsbereinigte Einkommensdifferenz zwischen Männern und Frauen auf 620 Euro, was einem Gender Pay Gap von rund 18,8 Prozent entspricht. Zwar verringerte sich der Gender Pay Gap zwischen 2005 und 2018 somit um 6 Prozentpunkte, von einer Schließung der Einkommenskluft, die auf nachhaltige Veränderungen am Arbeitsmarkt zurück­zuführen ist, kann jedoch noch immer keine Rede sein.


Weitere Erläuterungen

Bruttoverdienst: Der Bruttoverdienst umfasst den regelmäßig gezahlten steuerpflichtigen Arbeitslohn sowie Sonderzahlungen und steuerfreie Zuschläge z.B. für Nacht- und Schichtarbeit. Er wird oft als durchschnittlicher Bruttomonats- oder Bruttostundenverdienst ausgewiesen.

Unter Gender Pay Gap versteht man den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen. Zu unterscheiden ist zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Gender Pay Gap. Die Berechnung des "unbereinigten" Gender Pay Gap erfolgt wie folgt:

Bruttoverdienst der Männer – Bruttoverdienst der Frauen
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Bruttoverdienst der Männer

 
Mit der Formel erhält man den Anteil, den Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer. Durch Multiplikation mit 100 erhält man Angaben in Prozent. In der Regel wird in Veröffentlichungen Bezug auf die Brutto-Stundenverdienste genommen (ausführliche Informationen siehe WSI Genderdatenportal).

Im Gegensatz zum unbereinigten Gender Pay Gap beschreibt der bereinigte den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen, der auch dann noch verbleibt, wenn weibliche und männliche Arbeitnehmer vergleichbare Berufserfahrungen, Qualifikationsniveaus und Berufe haben.

Quellen

Statistisches Bundesamt

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