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WSI Verteilungsmonitor 2021: 8/2 Decile Ratios

Das 8/2-Dezil-Verhältnis liegt im Ausgangsjahr der Betrachtung in Westdeutschland bei 2,25. Das bedeutet, dass das Einkommen im achten Dezil etwa 2,25-mal so hoch ist wie im zweiten Dezil. Bis 2012 erhöht sich dieses Verhältnis unter Schwankungen leicht auf 2,28. In den darauffolgenden Jahren war ein starker Anstieg zu beobachten. Zwischen 2014 und 2016 lag das 8:2-Verhältnis auf dem Höchststand von 2,4. Danach ging der Wert wieder leicht zurück.

In Ostdeutschland sieht diese Entwicklung auffallend anders aus. Hier stiegen die Werte zwischen 2008 und 2011 deutlich von 2,05 auf 2,19 an – während die Werte in Westdeutschland in diesem Zeitraum vergleichsweise stabil waren. Nachdem es einige Jahre nur leichte Schwankungen gab, stieg das 8:2-Verhältnis Mitte der 2010er Jahre noch einmal deutlich an. Am aktuellen Rand liegt es bei 2,23 und damit deutlich über dem Niveau von 2005. Dabei hat das 8/2-Dezil-Verhältnis im Osten stärker zugelegt als im Westen des Landes. Zwischen 2007 und 2018 erhöhte sich der Wert von 2,05 auf 2,23, also um 0,18 Punkte, während die Werte im Westen nur um 0,11 Punkte zunahmen.

Die gesamtdeutsche Entwicklung liegt leicht unterhalb des Niveaus Westdeutschlands und verläuft sehr parallel.

Download Daten (xlsx)

Weitere Erläuterungen
Dezil: Zehn gleich große Bevölkerungsgruppen vom ärmsten bis zum reichsten Zehntel der Bevölkerung.

Decile Ratios: Dezil-Verhältnisse setzen die Einkommensgrenzen zweier Einkommensdezile zueinander ins Verhältnis.

Quelle
Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) (2021): Daten für die Jahre 1984-2019, Version 36, SOEP

Kontakt

Ansprechpartnerin für alle Fragen zum Verteilungsbericht 2021 ist Dr. Aline Zucco.

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