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Arbeitsmarkt im Wandel: Arbeitszeiten

Wie sieht die durchschnittliche jährliche Arbeitszeit in den verschiedenen Kreisen der Bundesrepublik pro Jahr aus? In der Karte ist dazu das Standard-Arbeitsvolumen [1] abgetragen. Danach kamen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Bundesrepublik 2018 im Durchschnitt auf rund 1.300 Stunden. Die Spannweite zwischen den Kreisen ist jedoch enorm: Während das durchschnittliche Arbeitsvolumen im Landkreis Kusel 1.217 Stunden erreichte, lag es in Wolfsburg bei 1.440 Stunden und damit um gut 220 Stunden höher. Diese Unterschiede erklären sich zu einem großen Teil aus der regional variierenden Verbreitung von Teilzeitarbeit.

Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit ist jedoch nur ein Aspekt des breiten Themas Arbeitszeit. Darüber hinaus befassen sich verschiedene Publikationen des WSI mit der Flexibilisierung von Arbeitszeiten, unter anderem mit Entgrenzung und Arbeitsverdichtung  (Ahlers/Erol 2019; Ahlers/Goedicke/Hünefeld 2020; Ahlers/Hünefeld/Goedicke 2020). Auch die Auswirkungen von Arbeitszeiten und deren Flexibilisierung auf die Work-Life Balance (Lott 2020), die psychische Gesundheit (Ahlers 2015) und Arbeitsteilung in Partnerschaften werden thematisiert. Dabei wird die Rolle betrieblicher Rahmenbedingungen für ein gutes Gelingen von flexiblen Arbeitsformen wie Teilzeit, Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice untersucht.

Daten zum Standardarbeitsvolumen nach Kreisen und Wirtschaftsbereichen stehen zum Download zur Verfügung.

Download Daten (xlsx)
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Literatur
Ahlers, E. (2015): Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung und die (ungenutzte) Rolle von Gefährdungsbeurteilungen, in: WSI Mitteilungen 68 (3), S. 194-201

Ahlers, E./Erol, S. (2019): Arbeitsverdichtung in den Betrieben? Empirische Befunde aus der WSI-Betriebsrätebefragung (pdf). WSI Policy Brief 33, 05/2019, Düsseldorf  

Ahlers, E./Goedicke, A./Hünefeld, L. (2020): Arbeitsintensivierung – ein Merkmal der modernen Arbeitswelt?, in: WSI Mitteilungen 73 (1), S. 2

Ahlers, E./Hünefeld, L./Goedicke, A. (2020): Wer ist von hoher Arbeitsintensität betroffen?, in: ASU 55 (9), S. 562-569

Lott, Y. (2020): Work-Life Balance im Homeoffice. Was kann der Betrieb tun? (pdf) WSI Report 54, 01/2020, Düsseldorf
 


[1] Auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte wird das Arbeitsvolumen in der VGR der Länder als Standard-Arbeitsvolumen bezeichnet, weil unternehmensspezifische Sonderregelungen zu tariflichen Arbeitszeiten in den Berechnungen in Ermangelung entsprechender statistischer Daten nicht berücksichtigt werden können.

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