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WSI GenderDatenPortal: Bildung: Schulische Bildung 1991-2019

Grafiken, Analysen, Tabellen (pdf)

 

Frauen haben im Jahr 2019 insgesamt höhere Schulabschlüsse als Männer. Dies gilt sowohl für das Abitur bzw. die Fachhochschulreife (41 gegenüber 39 Prozent) als auch für Realschulabschlüsse (36 gegenüber 31 Prozent). Der Anteil der Frauen mit Haupt-/Volksschulabschluss ist geringer als bei Männern (19 gegenüber 25 Prozent).

Im Beobachtungszeitraum von 1991 bis 2019 haben Frauen die Männer beim schulischen Bildungsniveau überholt:

  • Bei Abitur und Fachhochschulreife haben Frauen 2019 die Männer zum ersten mal überholt. Unter den Frauen verdreifachte sich von 1991 bis 2019 der Anteil mit Abitur oder Fachhochschulreife von 13 auf 41 Prozent, bei den Männern verdoppelte er sich im selben Zeitraum von 18 auf 39 Prozent.
  • Der Anteil der Frauen und Männer mit mittlerer Reife ist seit 1991 fast gleichermaßen um sechs bis sieben Prozentpunkte gestiegen (Frauen: 36 gegenüber 30 Prozent, Männer: 31 gegenüber 24 Prozent).
  • Im Jahr 1991 war der Anteil an Hauptschulabschlüssen unter Frauen und Männern noch vergleichbar hoch (Frauen: 46 Prozent, Männer: 47 Prozent). Bis 2019 hat sich der Anteil bei den Frauen mehr als halbiert (19 Prozent), während er sich bei den Männern lediglich knapp halbiert hat (25 Prozent).

Der allgemeine Trend zu höheren Schulabschlüssen ist in Deutschland ungebrochen. Der Vorsprung zu Gunsten der Frauen hat sich in den letzten Jahren weiter vergrößert.

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