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WSI-Mitteilungen

Frommert, Dina / Heien, Thorsten / Loose, Brigitte L. : Auswirkungen von Kindererziehung auf Erwerbsbiografien und Alterseinkommen von Frauen

Ausgabe 05/2013

WSI-Mitteilungen 5/2013, Seiten 338-349

Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht, wie Erwerbsunterbrechungen wegen Kindererziehung und der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben gestaltet werden und welche Konsequenzen sich daraus für die Alterssicherung von Frauen ergeben. Die Analyse erwerbsbiografischer Muster ergibt deutliche Unterschiede in Bezug auf die Dauer der Unterbrechungen und das anschließende Arbeitszeitvolumen. Im Westen dominieren sehr lange Unterbrechungen und Teilzeitbeschäftigung, im Osten steigen Frauen relativ schnell wieder in Vollzeitarbeit ein. Bei jüngeren Frauen erfolgt der Wiedereinstieg im Osten später, im Westen nehmen Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigung zu. Der Zusammenhang zwischen Erwerbsbeteiligung, Arbeitsvolumen und eigenem Alterseinkommen führt zu Unterschieden in der Alterssicherung, die sich jedoch nivellieren, wenn auch die Alterseinkommen der Ehemänner berücksichtigt werden. Wenn die Ehefrau nur eine geringe Erwerbsintegration aufweist, steigt allerdings auch im Ehepaarkontext das Risiko geringer Alterseinkommen. Der Kohortentrend individueller und ehepaarbezogener Alterssicherungsergebnisse fällt bei den Wiedereinsteigerinnen in Vollzeit deutlich positiver aus als bei den Teilzeitwiedereinsteigerinnen.

Abstract

The article examines the situation of women in taking time out from employment for periods of child care, re-entry into the labour market and how this is arranged, as well as analysing the implications for their old-age incomes. The analysis of biographical patterns shows distinct differences in the duration of child care periods and working hours following these interruptions. For women in west Germany long interruptions and part-time work dominate, whereas women in east Germany generally re-enter the labour market on a full-time basis relatively quickly, although younger women in the east re-enter somewhat later. In west Germany, the amount of part-time work and marginal employment increases within the younger cohorts. The close relationship between labour participation, working hours and personal old-age incomes leads to different levels of old-age provision. The differences almost cease to exist though when the partners’ old-age incomes are taken into account. However, the risk of low old-age incomes in the context of married partners also increases at the household level, if the wife follows a path of only marginal labour-market integration. The cohort trend of individual as well as household old-age incomes is much more positive for women who choose to re-enter the labour market on a full-time basis than for the part-timers.

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