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Arbeitsmarkt im Wandel: Bruttolöhne

Die Karte zeigt die mittleren monatlichen Bruttoarbeitsentgelte von sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe [1] am Arbeitsort Ende Dezember 2019 in den Kreisen der Bundesrepublik. Die Kreise mit den höchsten Bruttolöhnen liegen alle im Westen. Es handelt sich um Wolfsburg (5.089 Euro), Ingolstadt (5.004 Euro), Erlangen (4.907 Euro), Böblingen (4.809 Euro) und Ludwigshafen am Rhein (4.721 Euro). Die fünf Kreise mit den niedrigsten Löhnen finden sich hingegen alle im Osten. Besonders niedrig sind die mittleren Bruttoarbeitsentgelte in Görlitz (2.380 Euro) und dem Erzgebirgskreis (2.390 Euro).

Der Median der Bruttoarbeitsentgelte lag für Männer bei 3.560 Euro, für Frauen bei 3.117 Euro. Die Männer verdienten am meisten in Erlangen (5.600 Euro) und die Frauen in Wolfsburg (4.439 Euro). Es gibt allerdings auch 23 Kreise, in denen der Median der Frauen mindestens genauso hoch war wie der der Männer. Diese Kreise befinden sich alle im Osten. So liegt das mittlere Bruttoarbeitsentgelt der Frauen in Frankfurt (Oder) 14 Prozent über dem der Männer. Weitere, nach Staatsbürgerschaft, Geschlecht, Alter, Qualifikation und Arbeitsort/Wohnort gegliederte Zahlen zu den Medianlöhnen in allen Kreisen der Bundesrepublik stehen zum Download zur Verfügung.

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Literatur
Bundesagentur für Arbeit (2016): Bruttomonatsentgelte von Beschäftigten nach der Revision 2014. Methodenbericht, Nürnberg


[1]  Der Bundesagentur für Arbeit (2016, S. 5 ff.) zufolge umfasst die Kerngruppe alle sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten mit Ausnahme von Auszubildenden, Praktikanten, Werkstudenten, Personen in freiwilligen Diensten (soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst), Teilnehmer von Leistungen zur Teilnahme am Arbeitsleben, Personen in Einrichtungen für Behinderte, Hausgewerbetreibende, Beschäftigte (Haushaltsscheck), Heimarbeiter ohne Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Personen mit vermuteter Beschäftigung, Personen in Altersteilzeit und mitarbeitende Familienangehörige in der Landwirtschaft. Die Einschränkung auf die Kerngruppe dient ebenso der Vergleichbarkeit wie die Eingrenzung auf die Vollzeitbeschäftigten. Diese weisen einigermaßen vergleichbare Stundenzahlen auf, was bei Teilzeitbeschäftigten nicht der Fall ist. Es liegen keine Daten zu den bezahlten Stunden vor. Es wird ausdrücklich vor Versuchen gewarnt, die hier vorliegenden mittleren Bruttomonatsentgelte mit Hilfe von Daten aus anderen Statistiken – etwa durchschnittliche Stundenzahlen - in Stundenlöhne umzurechnen, da dies irreführende Ergebnisse zur Folge hätte.

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