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Forschungsnetzwerk: Erwerbshybridisierung in Europa

Die Hybridisierung der Erwerbsarbeit wird zu einem wesentlichen Merkmal der Arbeitswelt in den EUMitgliedsländern: Erwerbsverläufe werden nicht nur durch verschiedene, aufeinander folgende Phasen abhängiger und selbstständiger Erwerbsarbeit und auch Nichterwerbstätigkeit geprägt, sondern zunehmend auch durch Mehrfachbeschäftigungen bzw. zeitgleiche Kombinationen von selbstständiger und/oder abhängiger Beschäftigung. Auch Phasen von marginaler Teilzeitbeschäftigung bzw. marginaler Selbstständigkeit als einzige Erwerbstätigkeit gewinnen im Erwerbsverlauf an Bedeutung. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Analyse der Struktur und Entwicklung hybrider Beschäftigung im Ländervergleich, die notwendige arbeits-, sozial- und kollektivrechtliche Flankierung dieser Entwicklung sowie die Frage nach der Organisierung und Interessenvertretung der betreffenden Erwerbstätigen.

Das Projekt besteht aus drei zusammenhängenden Arbeitsschwerpunkten:

(1) Im Teilprojekt „Erwerbshybridisierung – Struktur und Dynamik“ sollen Entwicklung und Struktur hybrider Erwerbsformen und ihre Bedeutung im Lebensverlauf anhand von Längsschnitt- und Paneldaten (u.a. SOEP, BHPS, Labour Supply Panel) analysiert werden. Das Teilprojekt soll ländervergleichend (Niederlande, UK, Deutschland und zu bestimmten Fragestellungen auch Polen, Italien, Dänemark, Österreich) auf einer breiten empirischen Basis ein facettenreiches Bild der Struktur und der Dynamik hybrider Erwerbstätigkeit und der damit verbundenen Erosion des Normalarbeitsverhältnisses liefern.

(2) Ein weiterer Teil des Projekts besteht in der Fortführung eines Verbundes und gemeinsamer Forschungsarbeiten von Forscher/innen aus sieben EU-Mitgliedsländern zu Fragen der arbeits-, sozial- und kollektivrechtlichen Absicherung atypischer und hybrider Erwerbstätigkeit.

(3) Ein dritter Arbeitsschwerpunkt geht der Frage nach der Organisation und Interessenvertretung von hybrid und selbstständig Erwerbstätigen im Ländervergleich nach. In den am Forschungsverbund beteiligten Ländern sollen leitfadengestützte Interviews mit Rechtsexperten und mit Vertretern von Interessenvertretungen geführt werden.

Projektleitung: PD Dr. Karin Schulze Buschoff

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