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WSI Verteilungsmonitor: Reale Bruttostundenverdienste in Ost- und Westdeutschland, 2010-2019

Nach einer zunächst schwachen Entwicklung zu Beginn des Jahrzehnts haben sich die durchschnittlichen preisbereinigten Bruttostundenverdienste (inkl. Sonderzahlungen) seit 2014 in Ostdeutschland in der letzten Dekade wesentlich stärker entwickelt als in Westdeutschland (inkl. Berlin). Die Entwicklung in Ostdeutschland ist neben anderen Faktoren in beachtlichem Maße von der Einführung des Mindestlohnes und dessen Auswirkung auf die Entlohnung der unteren Leistungsgruppen [1] getrieben. Trotz des Aufholprozesses liegt der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Vollzeitbeschäftigten (inkl. Sonderzahlungen) im Osten mit 20,13 Euro jedoch noch immer deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (25,87 Euro) und dem im Westen (26,77 Euro).

Detaillierte Daten und Analysen

Download WSI Policy Brief 46, 09/2020 (pdf)

Download Daten für Deutschland, Ost/West und Bundesländer 2010-2019, nach Leistungsgruppen (xlsx)
 


[1] Die Leistungsgruppen stellen eine grobe Einteilung der Arbeitnehmertätigkeit nach der erforderlichen Qualifikation dar. Beschäftigte in „leitender Stellung“ sind  mit Führungsaufgaben betraut oder Arbeitnehmer mit Fachkenntnissen, die in der Regel ein Hochschulstudium erfordern. Die „herausgehobenen Fachkräfte“ sind Arbeitnehmer mit sehr schwierigen Aufgaben, die mehr als nur eine Berufsausbildung erfordern, wie z.B. Meister. Eine Tätigkeit als „Fachkraft“ setzt in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus. „Angelernte“ führen einfache Tätigkeiten aus, die innerhalb von maximal zwei Jahren erlernt werden können. Die für die Arbeit von „Ungelernten“ erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten können in weniger als drei Monaten erlernt werden. Vgl. hierzu Statistisches Bundesamt (Arbeitnehmerverdienste - Fachserie 16 Reihe 2.3 - 2019, Wiesbaden 2020).

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