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WSI-Mitteilungen

Buss, Klaus-Peter / Kuhlmann, Martin : Akteure und Akteurskonstellationen alter(n)sgerechter Arbeitspolitik

Ausgabe 05/2013

WSI-Mitteilungen 5/2013, Seiten 350-359

Zusammenfassung

Obwohl der demografische Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung betriebliche Erfolgsfaktoren perspektivisch zu unterlaufen droht und die Betriebe daher unter einem hohen personal- und arbeitspolitischen Handlungsdruck zu stehen scheinen, zeigen sich auf der betrieblichen Ebene deutliche Umsetzungsdefizite insbesondere in Bezug auf eine alters- und alternsgerechte Arbeitsorganisation und -gestaltung. Eine wichtige Erklärung hierfür liegt in den unterschiedlichen demografiepolitischen Perspektiven der betrieblichen Akteure. Der Beitrag diskutiert die Rolle und Bedeutung von Personalmanagement, Fachbereichsmanagement und Betriebsräten in der betrieblichen Demografiepolitik und zeigt, dass sich die betrieblichen Akteurskonstellationen vielfach als strukturelle Blockade gerade einer demografiesensiblen Arbeitspolitik erweisen. Zwar werden betriebliche Demografiepolitiken von einzelnen Akteurskoalitionen durchgesetzt, eine erfolgreiche betriebliche Demografiepolitik erfordert jedoch ein breites Herangehen, das sich nur unter Einbeziehung aller wichtigen betrieblichen Akteure verwirklichen lässt. Der Artikel schließt mit einigen Gestaltungshinweisen.

Abstract

Although the ‘demographic challenge’ is widely discussed amongst the general public and in the corporate world age management is on the agenda, with companies being expected to adjust their personnel and work policies towards an ageing work force, at company level putting theory into practice seems to be happening only slowly. This is especially true in the field of age- and ageing-adjusted work organisation. One important reason is that the different corporate actors have specific perspectives on age, ageing and labour related policies. The article discusses the role and the influence of human resource management, division management and work councils on corporate age and ageing policies. It argues that the specific corporate actor constellations as well as dominant actor coalitions often appear as a structural blockade for the implementation of age- and ageing-related work policies. Single policies can be set up by single actors. However, a successful corporate reaction to demographic change requires a broader approach containing different complementary policies. To realize such a broader approach it takes specific actor coalitions. The article concludes with some recommendations for age-management politics in the field of work organisation.

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