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WSI-Mitteilungen

Menz, Wolfgang : Ende der Leistungsgerechtigkeit? Beschäftigtenorientierung und neue Arbeitspolitik

Ausgabe 02/2005

Gegenwärtig ist ein Umbruch in der betrieblichen Leistungspolitik zu beobachten, der sich als Wandel von einem arbeitskraftbezogenen hin zu einem ergebnis- und marktorientierten Leistungsbegriff beschreiben lässt. Anhand der Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung wird der Fragen nachgegangen, wie die Beschäftigten diesen Wandel normativ einschätzen und was dies für Prinzipien von Leistungsgerechtigkeit als sozialem Bewertungsmuster bedeutet. Es kann in den Beschäftigtenorientierungen zwischen drei Begriffen von Leistungsgerechtigkeit unterschieden werden, die für jeweils spezifische arbeitspolitische Kontexte Anwendung finden. Eine generelle Erosion von Gerechtigkeitsnormen lässt sich nicht beobachten. Allerdings werden aktuelle Formen marktorientierter Leistungspolitik aufgrund von wirksamen Objektivitätskonstruktionen von Gerechtigkeitsansprüchen der Beschäftigten weitgehend entlastet, bleiben andererseits aber auch normativ unfundiert.

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