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WSIM 2018 WSI-Mitteilungen

Matuschek, Ingo / Kleemann, Frank : "Was man nicht kennt, kann man nicht regeln" Betriebsvereinbarungen als Instrument der arbeitspolitischen Regulierung von Industrie 4.0 und Digitalisierung

Ausgabe 03/2018

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, SEITEN 227–234

Zusammenfassung

Prozesse der Digitalisierung und der Einführung von Industrie-4.0-Anwendungen prägen den gegenwärtigen technisch-organisatorischen Wandel in der Arbeitswelt. Die damit einhergehenden Folgen für Arbeitsprozesse und die Beschäftigungseffekte stellen sich als Herausforderungen für die betriebliche Interessenvertretung dar. Ein scharfes Schwert sind Betriebsvereinbarungen, die meist dazu dienen, die Rationalisierungsprozesse auf der betrieblichen Ebene einvernehmlich zu regulieren. Technische wie arbeitsorganisatorische Merkmale der Digitalisierung erschweren es allerdings, dieses Instrument in Anschlag zu bringen. Basierend auf Interviews mit Betriebsräten im Rahmen von Fallstudien über die betriebliche Einführung von Industrie-4.0-Anwendungen arbeitet der Beitrag typische Problemkonstellationen für das Betriebsratshandeln angesichts aktueller Digitalisierungsprozesse heraus und diskutiert anstehende (gewerkschaftliche) Lernprozesse in einem noch unübersichtlichen Handlungsfeld.

Abstract

WSI-MITTEILUNGEN 3/2018, PP 227–234

“You can’t regulate what you don’t know“. Labour-management contracts as a means of labour policy regulation of Industry 4.0 and digitalisation

Technological and organisational changes in the contemporary working world are shaped by processes of digitalisation and the introduction of components of Industry 4.0. Its consequences for work and manufacturing processes pose challenges for the representation of interests at the plant level. Labour-management contracts are a powerful instrument for works councils if it comes to mediating interests in processes of rationalisation. However, both technological and organisational characteristics of digitalisation make it difficult to make use of this instrument. Based on interviews with works-council members conducted as part of case studies on the introduction of Industry 4.0 applications, the article identifies typical problematic constellations for the agency of works councils in the face of ongoing processes of digitalisation, and discusses necessary learning processes (of trade unions) in a yet unclear field of action.

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