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Keyvisual Transformation

Von der Erinnerung lernen: „Gundermann Revier“. Filmscreening und Diskussion über die Transformation in der Lausitz, damals und heute

Veranstalter: WSI in der Hans-Böckler-Stiftung
Ort: Düsseldorf, Bambi Filmstudio
vom: 06.09.2022, 19:00 Uhr
bis: 06.09.2022, 22:00 Uhr

Als „Stimme des Ostens“ besingt der Liedermacher Gerhard Gundermann seine Heimat, die Lausitz. Die Regisseurin Grit Lemke porträtiert ihn in einem musikalischen biographischen Dokumentarfilm vor dem Hintergrund seines Arbeitsplatzes im Lausitzer Revier und der einstigen „sozialistischen Wohnstadt“ Hoyerswerda. In der Region und in Gundermanns musikalischem Werk bündeln sich aber auch globale Fragen: nach der Heimat, der Zukunft der (Kohle)Industrie und nach der Zukunft des Strukturwandels, dem Ende identitätsprägender Arbeit und individueller Verantwortung. Im Anschluss an das Filmscreening von „Gundermann Revier“ bietet eine Podiumsdiskussion die Möglichkeit, diesen Fragen nachzugehen.

„Von der Erinnerung lernen: Gundermann Revier“ ist der Auftakt zur Veranstaltungsreihe unter dem Leitgedanken „mediate. (Pop)Kultur als Vermittler in der Transformation“.
Der technologische Fortschritt und seine gesellschaftlichen wie ökologischen Auswirkungen waren häufige Bezugspunkte in Literatur, Musik und Kunst in der Vergangenheit, und sind es auch gegenwärtig. Aspekte der digitalen und sozial-ökologischen Transformation begegnen uns ganz selbstverständlich in Form kultureller Reflexionen unseres Alltags, wenn Coding in der Literatur längst nicht mehr nur als Nischenkompetenz Einzelner beschrieben wird, eine Stadtführung durch interaktive Apps partizipativ gestaltet werden kann, die Besorgnis um drängende Schritte zur Bewältigung des Klimawandels in einer Liedzeile zum Ausdruck kommt oder einzelne Berufe vom Arbeitsmarkt verschwinden und im Museum landen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Ausdrucksformen durch die Digitalisierung selbst und mit neuen Medien an Vielfalt, Dynamik und Reichweite gewinnen.

Wir interessieren uns deshalb für die Rolle, die (Pop)Kultur in Veränderungsprozessen einnimmt und fragen: Wie greifen (pop)kulturelle Strömungen Inhalte der digitalen und sozial-ökologischen Transformation auf? Mit welchen medialen Mitteln und an welchen Orten? Wie werden die Wahrnehmung und das Verständnis von Transformationsprozessen davon geprägt? Schafft (Pop)Kultur eine Verständigung im Gemeinsamen? In der Veranstaltungsreihe treffen sich Wissenschaft und Kultur. Wir gehen Geschichten nach und diskutieren Eindrücke, Bilder, Filme und musikalische Strömungen im Licht der Transformation.

Um Anmeldung wird gebeten.

Programm (pdf)

Kontakt:
Magdalena Polloczek[at]boeckler.de

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