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WSI-Mitteilungen

Aricò, Fabio / Stein, Ulrike : Beschäftigungspolitische Krisenreaktionen in Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich

Ausgabe 11/2010

Nachdem die Immobilienblase geplatzt war, hat sich die große Rezession rasch über Europa ausgebreitet. Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich erlebten daraufhin fast einen gleich großen Einbruch im Bruttoinlandsprodukt. Gleichzeitig blieb der Anstieg der Arbeitslosigkeit aber deutlich hinter den Erfahrungen vergangener Krisen zurück. Dennoch sind die Länder unterschiedlich gut durch die Krise gekommen. Während man mit Blick auf Deutschland vom Jobwunder spricht, ist die Arbeitslosigkeit im Vereinigten Königreich trotz mäßigen Anstiegs so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Italien belegt eine mittlere Position. Wie kann man diese Unterschiede erklären? Im Vereinigten Königreich spielte die Aktive Arbeitsmarktpolitik so gut wie keine Rolle. Ganz anders in Italien, wo Kurzarbeit eine lange Tradition hat. Sie wurde in der Krise wieder intensiv genutzt, doch es wird deutlich, dass sie kein Allheilmittel ist. Anders in Deutschland: Hier steht den Unternehmen gleichzeitig eine Vielzahl von Instrumenten der internen Flexibilität zur Verfügung, die die Betriebe ergänzend zur Kurzarbeit nutzen können. Gerade dieses Zusammenspiel scheint nun in der Krise den entscheidenden Unterschied auszumachen.

in: WSI-Mitteilungen 11/2010, Seiten 569-576

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