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Foto: Cover der WSI-Mitteilungen WSI-Mitteilungen

Siebert, Johanna / Buchstab, Mara : Wie Transformation als Klassenfrage politisiert werden kann. Zur Debatte um das Verhältnis von Arbeit und Klima

Ausgabe 04/2026

DOI: 10.5771/0342-300X-2026-4-358

Seiten 358-360

Zusammenfassung

In der Transformationsfrage wird die Distanz zwischen progressiven Parteien und Arbeiterschaft deutlich. Klimapolitische Debatten werden überwiegend abseits der Arbeits- und Lebensrealitäten von Menschen mit niedrigem Einkommen geführt, entsprechend werden Progressive in der Klimafrage kaum als glaubwürdige Interessenvertreter wahrgenommen. Möchten sie Arbeiter*innen für sich gewinnen, müssen linke Parteien den Betrieb als Aushandlungsort gesellschaftlicher Veränderungen ins Zentrum ihrer Transformationspolitik stellen. Das bedeutet, den Ausbau guter Arbeit und betrieblicher Mitbestimmung als integralen Bestandteil einer progressiven Transformationsagenda zu begreifen und die Transformation als Verteilungsfrage zu politisieren – kommunikativ wie programmatisch.

Schlagworte: betriebliche Mitbestimmung, Partizipation, sozialer Konflikt, Klassen, Verteilung

Abstract

The green transition highlights the mutual distance between progressive parties and the working class. Debates on climate policy are often far removed from the everyday working and living realities of low-income individuals; consequently, progressives are hardly perceived as credible representatives of their interests on climate matters. If they wish to win over workers, left-wing parties must understand the workplace as an arena for negotiating social change and place it at the centre of their climate policy. This means pushing for the expansion of decent work and workplace co-determination as an integral part of a progressive climate agenda and politicising the green transition as a question of distribution – both rhetorically and in terms of policy.

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